20 Jahre europäisches Umweltmanagement EMAS

19.06.2015

Das Bundesumweltministerium und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) haben das Umweltmanagement tausender deutscher Unternehmen und Organisationen gewürdigt. Bei einer Festveranstaltung aus Anlass von 20 Jahren Umweltmanagement in der EU erhielten die zehn Unternehmen Ehrenurkunden, die als Pioniere bereits seit 1995 an dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS teilnehmen. Sie würdigten ebenso das Engagement von 34 deutschen Umweltgutachterinnen und Umweltgutachtern, die seit 1995 aktiv für EMAS tätig sind. Gleichzeitig wurde die Wanderausstellung "20 Jahre EMAS" eröffnet, die bis Mitte 2016 deutschlandweit vor allem bei Industrie- und Handelskammern zu sehen sein wird.

Vor 20 Jahren führten europaweit die ersten Unternehmen das Umweltmanagementsystem EMAS ein. EMAS (Eco Management and Audit Scheme) steht für einen systematischen und anspruchsvollen Umweltschutz in Betrieben und Organisationen jeder Art.

Unternehmen und Organisationen verbessern über das gesetzlich geforderte Maß hinaus ihre Umweltleistung auf freiwilliger Basis – und kontinuierlich. Die beteiligten Betriebe sind verpflichtet, eine Umwelterklärung zu erstellen, in der die umweltrelevanten Tätigkeiten und die Daten zur Umwelt wie Ressourcen- und Energieverbräuche, Emissionen, Abfälle etc. genau dargestellt sind.

Die Betriebe müssen eine erste eigene Untersuchung, die Umweltprüfung, und nachfolgend eine wiederkehrende Umweltbetriebsprüfung durchführen. Die internen Dokumente sowie die Umwelterklärung werden von einem unabhängigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachter beurteilt. Die Erklärung wird bei positivem Ergebnis für gültig erklärt, und die Unternehmen werden in das EMAS-Register eingetragen.

Folgende 10 Unternehmen in Deutschland nehmen seit 1995 an EMAS teil:
Viessmann Werke GmbH & Co.KG, Allendorf
Volkswagen AG, Werk Emden 
Audi AG, Neckarsulm
Märkisches Landbrot GmbH, Berlin
Bombardier Transportation GmbH, Werk Kassel
Demmel AG, Scheidegg
Hipp-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen
Sedus Stoll AG, Waldshut-Tiengen
Daimler AG, Mercedes-Benz Werk Kassel
Nordzucker AG, Werke Clauen und Schladen


Quelle: BMUB Pressemitteilung 141/15 vom 16.06.2015, Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag


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