Arbeitskreis "Nachhaltige Stadtentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive" konstituiert

09.10.2015

Die Bundesregierung hat den Interministeriellen Arbeitskreis "Nachhaltige Stadtentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive" ins Leben gerufen.
Vor dem Hintergrund der in New York verabschiedeten weltweiten Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, ist es Ziel des Arbeitskreises, den Stellenwert der Nachhaltigkeitspolitik auf globaler, europäischer und nationaler Ebene für die aktuelle und zukünftige Stadtentwicklung aufzuzeigen.
Gleichzeitig soll verdeutlicht werden, dass Nachhaltigkeitsziele ohne die Städte nicht erreicht werden können. Der Arbeitskreis, kurz "IMA Stadt", unter Leitung des Bundesumwelt- und Bauministeriums soll den Austausch innerhalb der Bundesregierung stärken und Kommunen konkret in ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützen.

Der BMUB betont, dass es die Städte seien, die eine Nachhaltigkeitspolitik konkret machen müssen, die Herausforderungen wie die Unterbringung und Verpflegung von Flüchtlingen bewältigen und soziale Integration sowie wirtschaftliche Innovationen schaffen."

Das Bundesforschungsministerium weist auf die Rolle der Städte als Vorreiter eines notwendigen Wandels hin: Städte seien Innovationsmotoren. Hier werde Forschung konkret angewendet. Die ‚Innovationsplattform Zukunftsstadt‘ soll helfen, diesen Transfer von Forschungsergebnissen zu beschleunigen. Dies gehe nur im Zusammenspiel mit den Akteuren vor Ort.

Der Interministeriellen Arbeitskreis Stadt beauftragte vier Arbeitsgruppen. Die Arbeitsgruppen sollen Umsetzungsfragen der UN-Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene klären, Prozesse der internationalen Urbanisierung erörtern, den Austausch zu Forschungs- und Innovationsvorhaben stärken sowie das hochaktuelle Thema "Smart Cities", z.B. Chancen und Risiken der Digitalisierung, diskutieren und begleiten. Die erste Sitzung der Arbeitsgruppen ist für Anfang November angesetzt.
Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte und Gemeindebund unterstützen die Initiative und sollen – wie weitere gesellschaftliche Akteure – eng in die Arbeit des "IMA Stadt" einbezogen werden.


Quelle: BMUB Pressemitteilung 240/15 vom 30.09.2015


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