Meinung: Ergebnisse der Pariser Klimakonferenz

17.12.2015

Am letzten Wochenende haben sich die Staaten weltweit auf ein neues globales Klimaschutzabkommen geeinigt. Dieses sogenannte Paris-Abkommen wird begrüßt, besonders weil viele schon das Zustandekommen einer Vereinbarung im Vorfeld bezweifelt hatten. Nun wird ab 2020 allen Staaten weltweit aufgegeben, sich mehr um den Klimaschutz zu kümmern.

Das Abkommen zeigt einen konkreten Weg auf, wie das Ziel erreicht werden soll. Ab 2020 werden die Staaten alle fünf Jahre neue Klimaschutzpläne vorlegen, die so ambitioniert wie irgend möglich sein müssen. Für diese Pläne gilt das verbindliche Prinzip, dass sie nicht abgeschwächt werden dürfen, sondern immer ehrgeiziger werden müssen. Außerdem muss jedes Land über seine Treibhausgasemissionen berichten, damit die Fortschritte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch der Realität entsprechen.

Die Haupt-, aber nicht die alleinige Verantwortung, sollen weiter die Industriestaaten tragen. Ferner enthält das Vertragswerk Regelungen dazu, wie die teilweise nötige Anpassung an den Klimawandel finanziert sowie bereits entstandene Klimawandelfolgeschäden kompensiert werden können.

Die sich aus diesem völkerrechtlichen Abkommen ergebenden Anforderungen an Wirtschaft und Verwaltung sind äußerst vielfältig und geben Anlass zu Befürchtungen.

Ein Grund zur Reflexion sind sie allemal. Wem es gelingt, die im Umweltschutz liegenden Chancen und Risiken zu realisieren, der wird nachhaltige Investitionsentscheidungen treffen können.

Die Perspektive sollte dabei in erster Linie auf die Bewältigung des einsetzenden Anpassungsprozesses an die sich stark verändernde Umwelt ausgerichtet werden.

Weiteres in diesem Zusammenhang finden Sie unter der Rubrik Haushalt u. Fördermittel, die diesmal inhaltlich ganz im Zeichen von Klimawandel und Klimaanpassung steht.


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