Rückgang der Klimagase in 2014, weiter Handlungsbedarf bei Verkehr und Landwirtschaft

18.02.2016

In Deutschland sind die Treibhausgase 2014 erstmals seit Jahren deutlich gesunken. Insgesamt lagen die Emissionen im Jahr 2014 bei 901,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten – und damit 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Allerdings gibt es einen Anstieg der Emissionen in den Bereichen Verkehr und Landwirtschaft. Das geht aus Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) hervor.
Im Verkehrssektor stiegen die Treibhausgasemissionen um 1,2 Prozent auf gut 161 Millionen Tonnen CO2. Verantwortlich dafür ist der zunehmende Straßenverkehr. Seit 2005 hat es damit im Verkehrsbereich kaum Fortschritte bei der Klimabilanz gegeben.
Auch in der Landwirtschaft stagnieren die Bemühungen zum Klimaschutz. Die Treibhausgasemissionen der deutschen Landwirtschaft sind 2014 gegenüber dem Vorjahr um etwa 2,2 Prozent gestiegen auf insgesamt 66 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.
Um die Klimaschutzziele im Bereich Verkehr zu erreichen, sind laut Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA, unter anderem ein besseres Angebot von Bus und Bahn, mehr Elektromobilität für Autos und Fahrräder und eine Förderung von Fuß- und Fahrradverkehr notwendig.

Hauptursachen der Entwicklung in der Landwirtschaft sind gestiegene Emissionen aus Kalkung und Harnstoffdüngung, der Wegfall der Milchquote, der zu einer erhöhten Milchviehhaltung geführt hat, sowie der vermehrte Einsatz der Vergärung von Energiepflanzen zur Energiegewinnung.
Insgesamt reduzierte sich der Ausstoß an Treibhausgasen in Deutschland um 43,3 Mio. Tonnen gegenüber 2013. Dabei erzielte mit 20,9 Mio. Tonnen die Stromerzeugung die größte Minderung, obwohl das Stromexportsaldo wie in den vergangenen Jahren weiter gestiegen ist und die damit verbundenen Emissionen in der deutschen Bilanz anzurechnen sind. Jedoch wurde durch den Ausbau regenerativer Energieträger, insbesondere Windkraft und Photovoltaik, der Einsatz fossiler Energieträger weiter gesenkt.
Für das Beheizen von Häusern und Wohnungen wurde, überwiegend witterungsbedingt, weniger Öl und Gas verbraucht. So konnten 20,8 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden.


Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung BMUB (24/16) und UBA vom 03.02.2016




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