Zweites Deutsches Ressourceneffizienzprogramm beschlossen

07.03.2016

Deutschland hat sich im Februar 2012 mit der Verabschiedung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess) als einer der ersten Staaten auf Leitideen und Handlungsansätze zum Schutz der natürlichen Ressourcen festgelegt. Die Bundesregierung verpflichtet sich darin, alle vier Jahre über die Entwicklung der Ressourceneffizienz in Deutschland zu berichten, die Fortschritte zu bewerten und das Ressourceneffizienzprogramm fortzuentwickeln. Diese Fortschreibung wurde nun vom Bundeskabinett unter dem Titel "Deutsches Ressourceneffizienzprogramm II" beschlossen.

Auch ProgRess II setzt insbesondere auf Marktanreize und die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft. Eine wesentliche Weiterentwicklung gegenüber ProgRess I ist, dass nun verstärkt Material- und Energieströme gemeinsam betrachtet werden sollen, um Synergieeffekte zu nutzen und Zielkonflikte rechtzeitig zu erkennen und zu reduzieren.

Beispiele für Maßnahmen sind der Ausbau der Beratung für kleine und mittlere Unternehmen, die Unterstützung von Umweltmanagement-systemen, die verstärkte Beschaffung ressourceneffizienter Produkte und Dienstleistungen durch die öffentliche Hand, verbesserte Verbraucher-informationen sowie ein stärkerer Technologie- und Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer.

Der Bund unterstützt Unternehmen und die öffentliche Verwaltung mit zahlreichen Förderprogrammen und Beratungsmöglichkeiten, um Materialien und Energie einzusparen, und damit umweltverträglicher und effizienter zu wirtschaften – u.a. mit dem Umweltinnovationsprogramm des BMUB, bei dem technologische Neuentwicklungen direkt gefördert werden.

Zusätzlich zum Austausch mit den Bundesländern, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Akteuren wurde für ProgRess II ein bundes-weiter Bürgerdialog durchgeführt. Der auf Grundlage dieses Dialogs formulierte Bürgerratschlag zur Ressourcenschonung wurde in den Anhang von ProgRess II aufgenommen.


Quelle: BMUB Pressemitteilung 42/16 vom 02.03.2016


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