Neuer Bericht von Naturkapital Deutschland erfasst die Leistungen städtischer Grünflächen

07.07.2016

Ein zentrales Ergebnis der dritten Teilstudie von "Naturkapital Deutschland„ ist, dass Stadtnatur nicht nur die Lebensqualität der Stadtbewohner verbessert, sondern auch einen bedeutenden ökonomischen Wert hat.

Der Naturkapital-Bericht zeigt an vielen Beispielen die positiven Wirkungen von Stadtnatur:
Städtisches Grün vermindert die Luftverschmutzung durch gesundheits-gefährdenden Feinstaub und mindert nachweislich Fälle akuten Herz- und Kreislaufversagens, die durch Hitzestress an heißen Sommertagen auftreten. Während der europaweiten Hitzewellen im Sommer 2003 sind bis zu 70.000 Menschen zusätzlich verstorben. Ohne Stadtgrün wäre diese Zahl noch höher ausgefallen.
Parks und Grünanlagen sind Orte für soziale Begegnung. Klein- und Nachbarschaftsgärten verbinden Menschen unterschiedlicher Schichten und Kulturen. Städtisches Grün stärkt so den sozialen Zusammenhalt.
Vegetation und unversiegelte Böden speichern Wasser und tragen dazu bei, Überschwemmungen bei Starkregen zu verhindern, wodurch zusätzliche Ausgaben für Schäden an der Kanalisation eingespart werden können.

Das Projekt "Naturkapital Deutschland" wird vom BMUB und dem Bundesamt für Naturschutz finanziert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Bernd Hansjürgens, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Leipzig. Verantwortlich für den neuen Stadt-Bericht ist Prof. Dr. Ingo Kowarik, Technische Universität Berlin.


Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von BMUB 097/16 und Bundesamt für Naturschutz vom 03.05.2016


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