„Making Heimat“ – Beitrag des deutschen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig

07.07.2016

Auf der 15. Architekturbiennale in Venedig wurde der deutsche Pavillon eröffnet.
Die Teilnehmerländer sollen zeigen, welche Lösungen Architekten, Planer, Entscheider und zivilgesellschaftliche Gestalter für die aktuellen gesellschaft-lichen Brennpunkte beitragen können. Der deutsche Beitrag "Making Heimat. Germany, Arrival Country" stellt Leitsätze für eine gelungene Integration vor, nennt die Voraussetzungen für lebendige und lebenswerte Stadtquartiere und zeigt auf, welchen Beitrag Städtebau und Architektur dazu leisten können.

Der deutsche Beitrag wird im Auftrag des BMUB kuratiert vom Deutschen Architektur Museum Frankfurt (DAM). Das DAM beschäftigt sich im Deutschen Pavillon mit Fragen wie: Vor welchen Herausforderungen stehen die Städte, in denen die Flüchtlinge und Migranten ankommen? Wie werden aus den Neuankömmlingen gesellschaftlich integrierte Bürger? Welchen Beitrag können Architektur und Städtebau in diesem Prozess leisten?

Neben den Leitsätzen für gelungene Integration besteht "Making Heimat" noch aus zwei weiteren Säulen.
So stellt das DAM auf der Internetseite www.makingheimat.de konkrete Bauten für Flüchtlinge und Migranten vor. Eine Datenbank dient zum Vergleich gängiger Lösungen und soll für die lokalen und regionalen Entscheidungsträger eine Grundlage bieten. Die Beispiele sind auch Bestandteil der Ausstellung. Der dritte Teil des Konzepts betrifft den Umgang mit dem Deutschen Pavillon selbst. Dem DAM ist es gelungen, das Provisorische der Ankunftsstädte auch gestalterisch umzusetzen: die Strukturen des Pavillons sind aufgebrochen, gegebene Strukturen sind damit respektlos durchbrochen worden, dafür wird eine Korrespondenz mit dem Außen, mit den Nachbarn und mit der Lagune von Venedig geschaffen.

Die weltweit bedeutendste Architekturausstellung findet vom 27. Mai bis zum 27. November 2016 in Venedig statt. Das Motto der Biennale 2016 "REPORTING FROM THE FRONT" stammt von dem chilenischen Architekten Alejandro Aravena, der in diesem Jahr Biennale-Direktor ist. Der Pritzker-Preis-Träger Aravena ist bekannt für sein Engagement für soziales und kostengünstiges Bauen.


Quelle: BMUB Pressemitteilung 119/16 vom 27.05.2016


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