Mehr Umweltgerechtigkeit in Städten

07.07.2016

Beim Bundeskongress "Umweltgerechtigkeit in der Sozialen Stadt“ diskutieren Fachleute aus Politik, Verwaltung, Praxis und Wissenschaft wie Umwelt, Soziales und Gesundheit in Städten zusammenhängen und was Stadtentwicklungspolitik für mehr Umweltgerechtigkeit tun kann.

Sozial benachteiligte Quartiere sind oft viel stärker von Verkehrslärm oder Luftschadstoffen betroffen als andere Quartieren. Das Städtebauförder-programm "Soziale Stadt" unterstützt Kommunen dabei die Wohn- und Lebensverhältnisse in diesen Quartieren zu verbessern, zum Beispiel durch wohnungsnahe, gut gestaltete Grün- und Freiflächen, Möglichkeiten für Sport, Bewegung und Gesundheitsprävention oder auch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Die Projekte in der "Sozialen Stadt" sind vielfältig: dazu zählen interkulturelle Gemeinschaftsgärten, Umweltbildung und Gesundheitsprävention im Stadtteil oder verkehrsberuhigende Maßnahmen, die zum Beispiel den Schulweg sicherer machen und für mehr Lärmschutz und bessere Luft sorgen.

Mit der neuen Broschüre "Umweltgerechtigkeit in der Sozialen Stadt„ möchte das BMUB für mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein für das Thema in den Kommunen und Ländern werben. Gezeigt werden gelungene Strategien und Maßnahmen aus der Praxis, wie Umweltgerechtigkeit in den Quartieren vorangebracht werden kann. Die Beispiele sollen als Anstoß und Anregungen für die Arbeit vor Ort dienen.

Für das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" stellt der Bund in diesem Jahr rund 140 Millionen Euro bereit. Das Ziel der Umweltgerechtigkeit wurde 2016 in die Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung von Bund und Ländern explizit aufgenommen, um den Ansatz zu stärken.


Quelle: BMUB Pressemitteilung 132/16 vom 13.06.2016


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