Erste Weltozeankonferenz der Vereinten Nationen endet mit Handlungsaufruf

20.07.2017

Mit einem politischen Handlungsaufruf, gemeinsam die Meere zu retten, endete am 09.06.2017 die erste Ozeanschutz-Konferenz der Vereinten Nationen. An der Konferenz hatten über 8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 190 Staaten, zwischenstaatlichen Organisationen und Vertretern der Zivilgesellschaften mitgewirkt. Schweden und Fiji hatten gemeinsam zu der einwöchigen Konferenz nach New York eingeladen.

Mit der Konferenz wollen die Vereinten Nationen einen globalen Prozess für den Schutz der Weltmeere anstoßen und die UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 weiter umsetzen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weltozeankonferenz verabschiedeten einen Handlungsaufruf an alle Staaten und sonstigen Interessenvertreter. Erklärtes Ziel ist es, die Verschmutzung der Meere durch Meeresmüll einzudämmen sowie die Artenvielfalt und einzigartige Lebensräume der Ozeane, Seen und Küsten zu erhalten. Dazu gehört die Fischerei nachhaltig auszurichten und sicherzustellen, dass auch Küstenbewohner in Inselstaaten ein ausreichendes Einkommen haben.
So sollen zum Beispiel auch mehr Meeresschutzgebiete eingerichtet und diese effektiv gemanagt werden.

Daneben wurden eine Vielzahl unterschiedlicher Partnerschaften und über 1000 freiwillige Selbstverpflichtungen als Beiträge zum Ozeanschutz verabschiedet. Kenia bot zudem an, die nächste Ozeanschutzkonferenz auszurichten.

Deutschland setzt sich für einen konkreten Folgeprozess der Ozeankonferenz ein und hat elf freiwillige Selbstverpflichtungen angekündigt. Dazu zählen mehrere Projekte der Internationalen Klimaschutzinitiative zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung mariner Biodiversität, der Blue Action Fonds zur Förderung von Schutzgebieten und zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung sowie ein Projekt, um Schiffsemissionen zu verringern. Darüber hinaus setzt sich die Bundesregierung dafür ein, auch in internationalen Seegewässern Schutzprojekte einrichten zu können und die regionale Kooperation zwischen Meeresregionen zu verbessern.


Quelle: BMUB Pressemitteilung 199/17 vom 09.06.2017


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