Abwärme: Wahl gibt es auch bei der Förderung

09.11.2017

Seit dem 1. September 2017 haben Unternehmen, die in die Vermeidung oder Nutzung von Abwärme investieren, bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln die Wahl: Sie können entweder wie bisher einen zinsgünstigen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss nutzen. Oder sie erhalten nach erfolgreichem Abschluss ihrer Maßnahme einen direkten Zuschuss von der KfW – ohne dass sie einen Kredit bei der staatlichen Förderbank aufnehmen müssen. Mit dem "KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme" fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit 2016 Investitionen in die Modernisierung, die Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur besseren Abwärmenutzung.

Das Einsparpotenzial in diesem Bereich ist groß: Rund drei Viertel des Endenergieverbrauchs in Industrie und Gewerbe werden für Prozesswärme benötigt, also beispielsweise zum Schmelzen, Antreiben, Druck erzeugen oder Kühlen. Ein Großteil dieser Energie verpufft jedoch ungenutzt in Form von Abwärme.
Das BMWi hat deshalb im vergangenen Jahr im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) die "Offensive Abwärmenutzung" gestartet, um Unternehmen bei Investitionen in die Vermeidung oder Nutzung von Abwärme zu unterstützen. Mit dem KfW-Förderprogramm werden bis zu 40 Prozent der Investitionskosten gefördert. Seit Start des Programms wurden bereits rund 150 Millionen Euro investiert – mit einer jährlichen CO2-Ersparnis von mehr als 100.000 Tonnen.

Unternehmen können durch die Nutzung von Abwärme nicht nur ihre Energiekosten reduzieren, sondern auch neue Einnahmequellen erschließen – zum Beispiel, indem sie die Abwärme als Heizenergie zur Verfügung stellen. So will etwa der Kupferproduzent Aurubis künftig die Hamburger Hafencity Ost mit Wärmeenergie versorgen.


Quelle: BMWi Newsletter 14/17 vom 12.09.2017



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