Meinung - Insektensterben und Pflanzenschutz

09.11.2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Informationsbriefes,

der drastische Rückgang der Insekten in Deutschland stimmt doch nachdenklich. Jenseits der Erforderlichkeit weiterer Studien steht fest, die biologische Vielfalt in Deutschland weist bereits große Schäden auf und ist gefährdet. Von den einheimischen rund 3.000 Farn- und Blütenpflanzen sind nach der aktuellen Roten Liste 26,8 Prozent bestandsgefährdet, bei den einheimischen Tierarten beläuft sich die Quote auf 36 Prozent. Von den in Deutschland vorkommenden Lebensräumen sind 72,5 Prozent gefährdet. Deutschland erreicht mit diesen Gefährdungsraten mit die höchsten Werte in Europa. Einer der Faktoren für diese Gefährdung ist die Nutzung hochwirksamer Breitbandpestizide. Diese führen nicht allein zur gewollten Minimierung der sogenannten Unkräuter und Schadinsekten, sondern auch zu einer Verarmung der Flora und Fauna der landwirtschaftlichen Flächen (vgl. Umweltbundesamt, Umweltschutz in der Landwirtschaft vom Januar 2017).

Solche Pflanzenschutzmittel werden nicht nur in der Landwirtschaft, sondern häufig auch in den privaten Gärten und Grünanlagen eingesetzt. Jeder von uns kann also gegensteuern.

Ihr Bernhard Schmitz


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