Neue Deklarationspflicht für Emissionen aus Bauprodukten

05.04.2018

Die deutsche Fassung der europäischen Prüfnorm DIN EN 16516 für die Bestimmung von Emissionen aus Bauprodukten in die Innenraumluft ist im Januar 2018 erschienen. Sie ermöglicht Angaben zu gesundheitsrelevanten Emissionen in der CE-Kennzeichnung von Bauprodukten für Innenräume. Ab 1.2.2019 sind viele Hersteller, zum Beispiel von Bodenbelägen, verpflichtet, die Emissionen ihrer Produkte anzugeben.

Bauprodukte für den Innenraum sind damit die erste Gruppe von Bauprodukten, für die die Deklarationspflicht gilt. Weitere Bauprodukte werden in den nächsten Jahren folgen. Die Deklarationspflicht gilt jeweils ab einem Jahr nach Erscheinen der entsprechenden europäischen Prüfnorm. 

Die Emissionen sind in der sogenannten Leistungserklärung anzugeben, die Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung entweder in Papierform oder elektronisch begleitet. Lagerbestände ohne Deklaration dürfen noch abverkauft werden.

Im Februar 2018 erscheint zusätzlich die Technische Regel DIN CEN/TR 17105 „Bauprodukte – Bewertung der Freisetzung von gefährlichen Stoffen – Leitfaden für die Anwendung von ökotoxikologischen Untersuchungen auf Bauprodukte“ in der deutschen Fassung. Ihre Anwendung ist freiwillig. 

Sowohl DIN EN 16516 als auch DIN CEN/TR 17105 sind wichtige Voraussetzungen zur Umsetzung der Umwelt- und Gesundheitsschutzanforderungen der EU-Verordnung Nr. 305/2011 für Bauprodukte. Beide Prüfvorschriften tragen dazu bei, mit der CE-Kennzeichnung Transparenz in Sachen Emissionen aus  Bauprodukten zu schaffen, so dass Kundinnen und Kunden gezielt emissionsarme Produkte wählen können. So entsteht auch ein Anreiz für Hersteller, ihre Produkte zu verbessern.


Quelle: UBA Themen vom 31.01.2018


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